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P R O J E K T E  / KUNSTKRITIK | INSTITUTIONSKRITIK  / R_EVOLUTION?  / 



Ausstellung / Filmscreening / Workshop / Buchpräsentation / Performance / Vortrag


ERÖFFNUNG:
Samstag / 17. April / 19 Uhr

AUSSTELLUNG:
17. April bis 15. Mai

FINISSAGE:
Samstag / 15. Mai / 19 Uhr

 

 

 

AUSSTELLUNGSBEITRÄGE:

NIGHT WATCH _ CHART OF ARMS _ REVOLUTION
digitale Fotoarbeiten von Sencer Vardarman


(R)EVOLUTIONARY-ICON
interaktive Projektion von Pablo Hermann


WE CAN CREATE OUR OWN HISTORIES / Strategien der Wahrheitspolitik
Filmscreening kuratiert von Martyna Starosta

AKTUELLES PROGRAMM:

ZONE DES ÜBERGANGS _ Vom Ende des Postkommunismus            
Buchvorstellung und Diskussion mit Boris Buden

Montag / 10. Mai / 19 Uhr


Mehr Informationen zum Buch
Videointerview mit Boris Buden über sein Buch
Biographie von Boris Buden und weitere Texte

 

Donnerstag / 22. April/ 20 Uhr     

In ihrem Essay „Politik der Wahrheit – Dokumentarismen im Kunstfeld“ unterscheidet Hito Steyerl zwei gegensätzliche Ansätze. Auf der einen Seite die „flachen“ Dokumentarfilme, die durch reportagenhafte Aufzeichnungen oder „intimistische Formen“ quasi-soziologisches Wissen vermitteln, ohne ihre eigenen Produktions- und Distributionsbedingungen zu reflektieren. Im Kontrast zur Darstellung dieser vermeintlichen Wahrheit der Politik verweist sie auf selbstreflexive Formen, die danach streben die „Politik der Wahrheit“ zu verändern.
Diese Herangehensweise schließt auch die Reflektion über die eigene Verbindung zu Institutionen, politischen Diskursen und sozialen oder biopolitischen Technologien ein.

Videogramme einer Revolution, 1992, Harun Farocki, Andrei Ujica, 106 min, deutsch mit englischen Untertiteln __Mehr zu Harun Farocki
2+2, Practicing Godard, 2009, ein Projekt der Gruppe „Chto delat?“ Konzept, Regie: Dmitry Vilensky, 38 min, russisch mit englischen Untertiteln__Mehr über die Gruppe "Chto delat"

 

FATZERMOBIL - Der illusionslose Blick auf Verhältnisse, in denen zu Lebzeiten keine Revolution mehr zu erwarten ist
Eine Produktion von Robert Burghardt, Sönke Hallmann, Elske Rosenfeld, Inga Zimprich

Präsentation: Montag / 26. April / 19 Uhr


Fatzer ist ein Schreibort.
Die von Brecht verworfene und von Heiner Müller Ende der 70er-Jahre aufgegriffene Figur bezeichnet einen Denkraum, in dessen Mittelpunkt die Frage nach den Möglichkeiten politischen Handelns angesichts der Einsicht steht, dass eine Revolution – die grundlegende Neuordung gesellschaftlicher Verhältnisse – im Jetzt nicht zu erwarten ist.Das Fatzermobil versammelt Dokumente und Artefakte politischen Handelns und fügt sie zu einem Apparat, einem mobilen Bühnenbild, in dem sie außerhalb ihres verlorengegangenen Wirkungsraums zur Aufführung werden können. Das Mobil ist Teil eines fortlaufenden Gesprächs anhand Materialien und Fragen aus dem Arbeiten der Beteiligten. mehr über das Konzept


I AM A NETWORK

Subjektivierungspraktiken in der Kunst der nächsten Gesellschaft
Workshop mit Birte Kleine-Benne (in deutscher Sprache)

Dienstag / 27. April / 14 bis 20 Uhr
Mittwoch / 28. April / 14 bis 20 Uhr


Eine ausführliche Beschreibung des Workshops
Mehr zur Forschung und Lehre von Dr. Birte Kleine-Benne

Achtung: alle Plätze für den Workshop sind gebucht.

http://eipcp.net/bio/buden
Samstag / 15. Mai / 19 Uhr


FINISSAGE mit einem performativen Vortrag von Pablo Hermann: Kunst und Protest - vom Mythos Avantgarde

Thesis Pablo Hermann: Kunst und Protest - Wechselwirkungen in unserer Gesellschaft (pdf, download 5 MB)


ein Projekt von Tatjana Fell

 

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Revolution – What Revolution? Against what, what for, with whom and how?


„Die postmoderne Philosophie privilegiert Heterogenität, Differenz und Pluralismus: Wiederholung und Differenz sind an die Stelle des Neuen und der Identität getreten. Alle Identitäten (Einheitsvorstellungen) gelten als simuliert und wie ein optischer Effekt durch das Spiel von Wiederholung und Differenz erzeugt.“ (Marion Strunk 1)

Ist politische Kunst tot?
Statements und Prognosen von Theoretiker/innen, Wissenschaftler/innen, Kurator/innen und auch Künstler/innen geben Anlass zu dieser Diagnose.

Ist der Wille zur Kritik als Mittel der Erzeugung radikaler Veränderung der Welt und des Lebens jenseits des Kunstfeldes nicht mehr vorhanden, da die derzeitige Kunst ohne kritische Selbstreflexion auskommt? (Boris Buden 2)
Gibt es noch „Politik via Kunst“ oder beschränkt man sich auf „Kunst mit Politics“? (Kube Ventura 3) ?

Revolution – ein Insider Game – eine „Innenpolitik im Milieu ihrer ProduzentInnen“ (Kube Ventura 4), ein Widerstand aus dem Insulären heraus, der sich gegen selbst gezogene Grenzen richtet?
Ein Spiel der Wiederholung?

So shiften wir also künstlerisch (künstlich) von Plateau zu Plateau durch die Diskurse, zirkulär, determiniert, deterritorialisiert, neoliberal, geoliberal, transaggressiv und gemeinhin political correct, stets mit dem illusionären Anspruch, den politischen Ort durch unser Handeln zu erschaffen? Twittern wir uns hinein in die Welt vom insulären Knotenpunkt unseres Laptops aus und floaten als lose Module - ready to dock on, falls effizient?

Revolt she said (Julia Kristeva)  – eine gealterte Stimme flüstert aus den Tiefen der Geschichte – nur noch als digitales Echo binärer Dialoge präsent - noise?

Evolution as solution?
Wie kritisch, wie widerständig sind wir, wogegen richtet sich unser Widerstand? Was macht der Widerstand mit uns? Eine innere Revolution?

Wie gestalten sich politische Haltungen und Kunstpraxen, die sich diesem Thema widmen und/oder den Anspruch auf gesellschaftliche Wirkung, Sichtbarmachung von Machtverhältnissen und Hierarchien an sich stellen? Und wie gestalten sich, daraus folgend, Methoden, Technik und Selbstverständnis zeitgemäßer künstlerischer Zusammenschlüsse?

Gibt es eine Weiterentwicklung, eine Evolution oder vorprogrammiertes Scheitern?

Revolution? – arttransponder lädt ein zu einem Exkurs.

Tatjana Fell





1 htt://www.marionstrunk.ch/wd/wiederholung.html__2 Boris Buden, Kritik ohne Krise: Krise ohne Kritik,  transform.eipcp.net/transversal/0106/buden/de
3+ 4 Holger Kube Ventura, KünstlerInnen und Kulturproduzentinnen als politische Subjekte, 2005,  Klartext www.Klartext-Konferenz.de__ 5 Revolt she Said, Julia Kristeva , New York: Semiotext(e), 2002





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