PUSHING THE ELASTIC CUBE – Mobile by Circumstance

Video / Installation / Sound / Performance / Fotografie
Eröffnung: Freitag, 12. März / 19 Uhr
Vortrag von Mario Rizzi: Freitag, 12. März / 20 Uhr
Ausstellung: 13. März - 10. April
Finissage: Samstag, 10. April / 19 Uhr
Event zur Eröffnung / Mario Rizzi stellt seine Arbeit vor / Freitag, 12. März / 20 Uhr
In ihnen geht es ums Geschichtenerzählen, um die Dokumentation und Reenactment, um Grenzen und Engagement, dem wurzeln und entwurzeln, um Diversität und Toleranz, um die Realität die Fiktion nachahmt, um das Finden außergewöhnlicher Events hinter den Geschichten normaler Leute, um Utopien und prosaische Globalisierung, darüber sich ohne Land oder „unterhalb der Visa Linie“ zu befinden, um die Sichtbarmachung unsichtbarer Kräfte, unveröffentlichter Emotionen und ungesprochener Erinnerungen.
Währendessen wird Angeliki Makri den Laden schließen indem sie die Tür „zustrickt“. Die Außen(vor)stehenden sind von den Personen im Innenraum durch ein Netzwerk aus rotem Band getrennt – der öffentliche Raum wird so temporär gekennzeichnet indem die Bewegung oder die Flucht vom „Inneren“ zum „Außenraum“ des White Cube in einer gleichzeitig ironischen und feierlichen Weise markiert wird.
Ausstellung
13 Künstler_innen aus Kanada, den USA, Griechenland, Chile, Mexico, China und Deutschland aus dem postgraduierten Studium Kunst im Öffentlichen Raum und Neue Künstlerische Strategien der Bauhaus Universität Weimar stellen Arbeiten zum Thema Erinnerung und die Auflösung des White Cube.
Der White Cube kann als monumentalisierter begrifflicher Rahmen aus einer globalisierten Eurozentrischen Perspektive auf die zeitgenössische Kunst gesehen werden. Als Künstler_innen, die im öffentlichen Raum praktizieren, haben die Teilnehmer_innen die Elastizität der begrifflichen Ränder untersucht, und dessen abstraktes Potential sowie dessen Flexibilität und Beweglichkeit getestet.
arttransponder ist eine künstlerische Einrichtung, die seit fünf Jahren einen Projektraum auf der zunehmend gentrifizierten Brunnenstraße betreibt und derzeit dessen Schließung im Juni gegenübersteht. Im wörtlichen wie metaphorischen Sinne kann arttransponder, mit dessen Fokus auf partizipatorischen Projekten an Schnittstellen zu anderen Disziplinen, als bewusst sowohl innerhalb als auch außerhalb des White Cube arbeitend gesehen werden, mit dem Ziel, dessen Grenzen zu erforschen und zu definieren, während gleichzeitig immer wieder eine Reflektion auf die institutionelle Macht- und Wertherstellung der eigenen künstlerischen Praxis stattfindet.
Das Projekt wurde in Relation zur Frage, wie so ein Projektraum weiter existieren kann, nachdem es sich aus seiner prekären Position in einer existierenden architektonischen Struktur innerhalb eines sich rapide entwickelnden urbanen Umfeldes fort bewegt: als Idee, oder realer mobiler Raum, schwebend, entkörpert, in die Zukunft -
Text: Lisa Glauer
Ausstellende: Xinlang Guo, Sofia Dona, Carly Schmitt, Eriphyli Veneri, Angeliki Makri, Natalia Matta, Rosa van Goudoever, Yvonne Morales, Johannes Abendroth
Hosting: The Process Institute: How to exist? Zoe Kreye, Irene Izquierdo, Carlos Léon-Xjimenez, Catherine Grau
kuratiert von Lisa Glauer
