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Projekte  / 2005  / 

POSTPRODUCTION DIALOG


Befinden wir uns in der Ära der postproduction, in der, wie Nicolas Bourriaud sagt, Originalität und Erschaffungsprozesse "... langsam verwischt werden (...) geprägt durch die Zwillingsgestalten des DJ und des Programmierers, deren Aufgabe darin besteht, kulturelle Objekte auszuwählen und sie in neue Kontexte einzufügen"?

Bereits vorhandene Kunstwerke und kulturelle Objekte als Ausgangspunkt für weitere Kulturproduktionen zu nutzen wird schon länger im europäischem und amerikanischem Kulturraum verstärkt praktiziert und reflektiert. Dieses Phänomen setzt sich in der Musik, im Film, im Theater und selbstverständlich auch in der bildenden Kunst weiter fort.

 

In dem Ausstellungsprojekt postproduction DIALOG luden vier Berliner Künstlerinnen vier amerikanische Künstlerinnen dazu ein, sich über dieses Phänomen auszutauschen und ihre "Von Kunst aus" (Vgl. Eva Sturm) entstandenen Arbeiten unter diesem Aspekt in Berlin vorzustellen. Die Ausstellung zeigte Arbeiten von Raj Kahlon, Tamara Albaitis, Miru Kim, Millette Tapiador (USA), Constanze Eckert, Tatjana Fell, Anna Zosik und Lisa Glauer (Berlin).

 

Konzept: Constanze Eckert, Tatjana Fell, Lisa Glauer, Anna Zosik
Organisation: Lisa Glauer, Anna Zosik

 

Künstlerinnengespräch: 12.November, Moderation Gundula
Ausstellung: 11.11. - 23.12.2005, Projektraum Brunnenstrasse statt

 

Die künstlerischen Workshops zur Ausstellung wurden von Anne Fäser geleitet.

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf "Workshop"

"Pressemappe" oder "Pressemitteilung"



Relikte III





Fotografische Arbeiten von Dörte Meyer

Ausstellung vom 16.September - 08. Oktober 2005

 

Im Zentrum von Dörte Meyers gezeigter Arbeit stehen 150 vom Meer angeschwemmte Gegenstände. In verschiedenen Arbeitsphasen nähert sich die Künstlerin diesen Objekten an und untersucht ihre unterschiedliche Eigenschaften.

Um die Transformation der Gegenstände und deren damit einhergehenden Funktionsverlust sichtbar zu machen, bewegt sich die Künstlerin in den Randgebieten wissenschaftlichen Arbeitens. Sie zeigt dem Betrachter die Fundstücke, erforscht und geordnet, in einem von ihr entwickelten dreistufigen System zur Kategorisierung und Archivierung auf, das sie als „konzeptuelle künstlerisch-technische Betrachtung“ beschreibt.

 

Mit verschiedenen technischen Mitteln wie Mikroskop- und Röntgenaufnahmen werden einige der Objekte genauer in Augenschein genommen und die Vereinnahmung der Gegenstände durch das Meer, anhand seiner Gebrauchsspuren und Ablagerungen, als symbiotische Beziehung sichtbar gemacht.

 

Als Rayogramme auf Leuchtkästen angeordnet, erfahren nun die Gegenstände eine Umdeutung ihrer einstigen Bestimmung. Die einzelnen Objekte in ihrem Funktionsverlust werden reaktiviert, als Akteure eines Planspiels.

Herausgenommen und auf ein neutrales Feld gezwungen werfen sie Fragen bezüglich der Konstruktion möglicher Handlungsräume und der damit verbundenen identitären Zuschreibungen, Referenzsysteme und Kategorien auf.

 

Relikte III ist Teil eines Zyklus, den Dörte Meyer 1997 während ihres DAAD-Stipendiums in Italien begann.

 

Projektbetreuung: Tatjana Fell
tatjana.fell@arttransponder.net



Kunstgespräche - Entwicklung eines Begleitprogramms


Medizinhistorischen Museum der Charité, Berlin

 

Die Ausstellung "The Missing Link" - Kunst trifft Biomedizin, ist eine Kooperation der UdK Berlin und der Charité Berlin, die vom 24. Juni bis 18. September 2005 im Medizinhistorischen Museum der Charité zu sehen ist.

 

Kunst und Naturwissenschaft werden häufig als Gegensätze begriffen. Die exakten Wissenschaften gelten als Quelle messbarer und unbezweifelbarer Wahrheit. Kunst wird als emotional-moralischer Gegenpol gesehen. Mit der Ausstellung werden diese Auffassungen überprüft und öffentlich zur Debatte gestellt, tatsächliche Gegensätze aber auch unerwartete Gemeinsamkeiten aufgedeckt und zu Experimenten der Zusammenarbeit der beiden Teilkulturen angeregt. Die Mitwirkenden sind KünstlerInnen, deren Arbeiten sich mit wissenschaftlichen Inhalten auseinandersetzen. Die teilnehmenden WissenschaftlerInnen, unter anderem aus den Bereichen Genetik, Hirnforschung, Neonatologie, zeigen z.B. Forschungsergebnisse in Form von Bildmaterialien. Die Ausstellung fügt sich in den aktuellen Diskurs zum Verhältnis zwischen Kunst und Wissenschaft ein.

 

artTransponder e.V. entwickelte das kunstvermittelnde Begleitprogramm, dass während der Zeit der Ausstellung vor Ort statt findet. Unter direktem Bezug auf den besonderen Schwerpunkt der Ausstellung, haben die Kunstvermittlerinnen und Künstlerinnen Anne Fäser, Lisa Glauer und Käthe Wenzel dialogische und publikumsintegrative Führungen und Kunstgespräche entwickelt, welche die BetrachterInnen zu eigenständigen Suchbewegungen anregen und eine Vielschichtige Begegnung zwischen Kunst und Wissenschaft erschließen.

 

Weitere Information zum Medizinisch Historischen Museum

http://www.bmm.charite.de

 

Im Anschluss an die Ausstellung erscheint in Kooperation mit der Charité Berlin eine Dokumentation des Projekts. Wenn Sie Interesse daran haben, wenden Sie sich bitte an tatjana.fell@artTransponder.net

 

Konzept und Organisation

Käthe Wenzel - Tatjana Fell - Lisa Glauer

WPS1 art radio, Edition #14
"The Missing Link- Transitional Forms in Art and Biomedicine",
Suzanne Anker im Interview mit Lisa Glauer and Käthe Wenzel

http://ps1.el.net/web/archive/metafiles/ram/sbtatbiob_14biobblurb_missinglink.ram





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